„Nun, wie denkst du, können wir noch den ‚Maschkin Werch‘ mähen?“ frug er den Alten.
„Wie Gott will; die Sonne steht allerdings nicht mehr hoch. Ein Schnaps wird den wackeren Burschen recht sein.“
Während des Vesperbrotes, als man sich wiederum niedersetzte und einige rauchten, teilte der Alte den Burschen mit, daß noch der „Maschkin Werch“ gemäht werden müsse und es Branntwein geben werde.
„Ha, auf das Mähen kommt es uns nicht an! Ans Zeug, Tit! Wir wollen schon schwingen.“
„Wir können zum Abend essen. Also ans Werk!“ vernahm man mehrere Stimmen und den letzten Bissen kauend, gingen die Mäher wieder an die Arbeit.
„Haltet euch dazu, Jungen!“ rief der alte Tit, fast im Trabe den übrigen vorangehend.
„Geh zu, geh zu!“ rief der Alte, ihm folgend und ihn leicht antreibend, „oder ich schneide zu — hüte dich!“ —
Die Jungen und die Alten mähten nun gleichsam um die Wette, aber so sehr sie sich auch sputeten, sie verdarben keine Reihe und die Schwaden fielen glatt und sorgfältig. Ein Winkel in der Ecke war in fünf Minuten fertig; und die hinteren Mäher gingen noch in den Reihen, als die vorderen bereits ihre Röcke über die Schultern warfen und über den Weg hinweg nach dem „Maschkin Werch“ gingen.
Die Sonne senkte sich bereits über die Dörfer, als sie an die Waldschlucht, welche „Maschkin Werch“ hieß, gelangten. Das Gras in der Mitte des Hohlweges stand bis an den Gürtel hoch, es war zart, weich und saftig, hier und da von Vergißmeinnicht durchsetzt.
Nach einer kurzen Beratung, ob man längs oder quer mähen solle, ging Prochor Jermilin, ebenfalls ein berühmter Mäher, ein außerordentlich großer, schwarzer Mann voran. Er ging einen Schwaden ab und begann zu mähen. Die übrigen thaten es ihm nach; die einen nach dem Berge hin in der Schlucht schreitend, die anderen auf den Abhang hinauf bis dicht an den Wald.