„Als ich das letzte Mal bei Euch war.“
„Wisset, ich muß Euch etwas sagen,“ fuhr Darja Aleksandrowna fort, „Kity thut mir ganz außerordentlich leid! Ihr leidet nur aus Stolz“ —
„Mag sein,“ sagte Lewin, „doch“ —
Sie schnitt ihm das Wort ab.
— „Doch die Arme thut mir ganz ungeheuer leid. Jetzt weiß ich alles.“
„Nun, Darja Aleksandrowna, Ihr entschuldigt mich wohl,“ sagte Lewin, sich erhebend, „verzeiht, und — auf Wiedersehen.“
„Nein, nein, bleibt noch,“ antwortete sie, ihn am Rockärmel fassend. „Bleibet und setzt Euch!“
„Aber ich bitte tausendmal, daß wir dann nicht mehr von jenem Thema sprechen,“ bat er, sich setzend mit einer Empfindung, als rege sich und lebe in seinem Herzen eine Hoffnung wieder auf, die ihm längst begraben geschienen.
„Wenn ich Euch nicht lieb hätte,“ fuhr Darja Aleksandrowna fort und die Thränen traten ihr dabei in die Augen, „und wenn ich Euch nicht kennte, wie ich Euch kenne,“ —
Das scheinbar erstorben gewesene Gefühl regte sich mehr und mehr wieder in ihm, es wallte empor und nahm von dem Herzen Lewins Besitz.