„Um so schlimmer! Je fester die Stellung eines Weibes in der Welt ist, um so schlimmer wird die Sache! Es bleibt sich ganz gleich — abgesehen davon, daß man das Bündel in den Händen trägt — ob man es erst einem anderen entreißt.“
„Du hast nie geliebt,“ versetzte Wronskiy leise, vor sich hinstarrend und Annas gedenkend.
„Mag sein. Aber vergiß nicht, was ich dir gesagt habe. Und noch eins: die Weiber sind stets materieller als die Männer. Wir vollbringen aus Liebe eine erhabene That, sie handeln aber stets terre-à-terre.“ — —
— „Sofort, sofort!“ — wandte er sich jetzt an den eintretenden Diener. Dieser war indessen nicht erschienen, um sie nochmals zu rufen wie er dachte. Der Lakai brachte Wronskiy ein Billet:
„Von der Fürstin Twerskaja brachte das ein Diener für Euch.“
Wronskiy erbrach den Brief und geriet in hohe Aufregung.
„Ich habe Kopfschmerz und muß nach Haus,“ sagte er zu Serpuchowskiy.
„Nun, so lebe wohl. Giebst du mir also carte blanche?“
„Wir werden später noch sprechen, ich finde dich ja in Petersburg.“