„So ist denn alles gut! Wie freue ich mich! Liebe sie! Ich bin sehr glücklich — Kity!“
„Das hat sich ja recht schnell gemacht!“ sagte der alte Fürst, sich bemühend, unbewegt zu erscheinen, aber Lewin bemerkte doch, daß seine Augen feucht waren, als er sich zu ihm wandte. „Lange, immer habe ich dies gewünscht!“ sagte der Fürst, Lewin bei der Hand nehmend und ihn an sich ziehend, „schon damals, als jener Windbeutel dachte“ —
— „Papa!“ rief Kity, ihm den Mund mit der Hand verschließend.
„Nun, ich werde nicht plaudern,“ fuhr er fort: „ich bin sehr, sehr gl— ei, ei, was ich doch für ein Dummkopf bin“ —
Er umarmte Kity, küßte ihr Antlitz und ihre Hand, dann wiederum das Gesicht und segnete sie.
Lewin erfaßte ein neues Gefühl von Liebe zu dem Manne, der ihm fremd gewesen war — dem greisen Fürsten — als er gewahrte, wie Kity lange und innig seine fleischige Hand küßte.
16.
Die Fürstin saß im Lehnstuhl, schweigend und lächelnd, der Fürst neben ihr. Kity stand an dem Sessel des Vaters, noch immer seine Hand nicht freigebend. Alle schwiegen.
Die Fürstin verlieh dieser Stimmung zuerst Worte und setzte alle Gedanken und Empfindungen in Lebensfragen um. Gleichwohl aber erschien dies ihnen allen seltsam und sogar unangenehm im ersten Augenblick.
„Wann wird es denn nun geschehen? Wir müssen die Verlobung feiern und bekannt machen. Und wann soll die Hochzeit sein? Wie denkst du, Alexander?“