Wronskiy fühlte sich in letzter Zeit, ungeachtet der ohnehin gegen Alle zu Tage tretenden Freundlichkeit Stefan Arkadjewitschs, verpflichtet, diesem umsomehr mit Zuvorkommenheit zu begegnen, als er nach seiner Auffassung mit Kity in Verbindung stand.

„Wirst du Sonntag nicht ein Souper für die ‚Divas‘ geben?“ sagte er, ihn lächelnd unter dem Arme fassend.

„Sicherlich. Indessen bist du gestern mit meinem Freunde Lewin bekannt geworden?“ frug Stefan Arkadjewitsch.

„Gewiß. Doch zog er sich ziemlich frühzeitig zurück.“

„Er ist ein vorzüglicher Mensch,“ fuhr Oblonskiy fort, „habe ich nicht recht?“

„Ich weiß nicht,“ antwortete Wronskiy, „warum es bei allen Moskauern der Fall ist — diejenigen natürlich ausgenommen,“ bemerkte er scherzend, „mit denen ich spreche, daß sie etwas Entschiedenes, etwas stets Opponierendes, Jähes, haben, als ob sie einem stets etwas zu fühlen geben wollten.“

„So ist es, ja, ja,“ lachte Stefan Arkadjewitsch heiter.

„Nun, kommt der Zug bald?“ wandte sich Wronskiy an den Diener.

„Der Zug ist soeben eingefahren,“ antwortete dieser.

Das Nahen des Trains zeigte sich in der mehr und mehr zunehmenden Bewegung zu Vorbereitungen auf dem Perron, in dem Hin- und Herlaufen der Träger, dem Erscheinen der Polizeiwachen und Beamten, in dem Vorfahren der Abholenden.