Aber dieses zufriedene Lächeln erinnerte ihn sogleich wieder an alles und er wurde nachdenklich.

Zwei Kinderstimmen — Stefan Arkadjewitsch erkannte die Stimmen Grischas, seines kleinsten Söhnchens, und Tanas, seiner ältesten Tochter — wurden hinter der Thür vernehmbar. Die Kinder trugen wohl etwas und hatten dies fallen lassen.

„Ich habe gesagt, daß man auf das Dach doch nicht Passagiere setzen kann!“ rief das Mädchen auf englisch, — „heb auf!“ —

„Es ist alles durcheinandergeraten,“ dachte Stefan Arkadjewitsch, „die Kinder laufen schon allein umher.“ Er ging zur Thür und rief. Die Kleinen hatten eine Schatulle hingeworfen, die einen Eisenbahnzug vorstellen sollte; sie eilten nun auf den Vater zu.

Das kleine Mädchen, der Liebling des Vaters lief dreist herein, umarmte ihn und hängte sich lachend an seinen Hals, wie stets sich ergötzend an dem Wohlgeruch des Parfüms, welcher von seinem Backenbart ausströmte. Nachdem es ihm endlich das von der gebückten Stellung gerötete und voll Zärtlichkeit schimmernde Gesicht geküßt und die Händchen zurückgezogen hatte, wollte es fortlaufen, aber der Vater hielt sein Kind zurück.

„Was macht Mama?“ frug er, mit der Hand über den glatten zarten Hals der Tochter streichend. „Guten Morgen,“ sagte er dann lächelnd zu dem Knaben, der ihn begrüßte.

Er wußte recht wohl, daß er den Knaben weniger liebte und bemühte sich stets, gegen ihn freundlich zu sein, aber der Knabe empfand dies und er hatte kein Lächeln für das kalte Lächeln seines Vaters.

„Mama? Sie ist aufgestanden,“ antwortete das Mädchen.

Stefan Arkadjewitsch seufzte auf.

„Das heißt, sie hat wieder die ganze Nacht hindurch nicht geschlafen,“ dachte er.