„Ist sie denn heiter?“
Das Mädchen wußte, daß zwischen Vater und Mutter ein Zwist vorgefallen war und die Mutter nicht heiter sein konnte, daß der Vater dies recht wohl wissen müsse und sich nur verstelle, wenn er so leichthin frage. Es errötete über den Vater; er verstand das sofort und errötete gleichfalls.
„Ich weiß nicht,“ antwortete sie, „sie hat nicht befohlen, daß wir Unterricht haben sollten, sondern hat uns mit Miß Gule zu Großmama geschickt.“
„Nun, so geh, liebste Tantschurotschka. Doch halt, warte,“ sagte er, sie nochmals festhaltend und ihr zartes Händchen streichelnd.
Er nahm vom Kamin eine Düte Konfekt, die er am vorhergehenden Tage dorthin gelegt hatte und reichte ihr zwei Stücken Chokolade, die sie am liebsten aß.
„Soll ich dies dem Grischa geben?“ frug das Mädchen, auf das eine Stück weisend.
„Jawohl.“ Wiederum streichelte er ihr die Schulter und küßte sie auf das Haar und den Hals bevor er sie entließ.
„Der Wagen ist fertig,“ meldete jetzt Matwey, „aber es ist eine Bittstellerin da,“ fügte er hinzu.
„Schon lange?“ frug Stefan Arkadjewitsch.
„Etwa eine halbe Stunde.“