„Thorheiten, du bist glücklich angekommen, das ist die Hauptsache. Du kannst dir nicht vorstellen, was ich mir von dir verspreche.“

„Kennst du Wronskiy schon lange?“ frug sie.

„Ja. Du weißt, daß wir hoffen, er möchte Kity heiraten.“

„Ja wohl,“ versetzte Anna leise. „Aber jetzt wollen wir einmal von deinen Angelegenheiten reden,“ fügte sie hinzu, den Kopf schüttelnd, gleichsam als wollte sie etwas Äußerliches abschütteln, was sie bedrückte und störte. „Laß uns jetzt von deinen Angelegenheiten sprechen; ich habe dein Schreiben erhalten und bin daraufhin gekommen.“

„Ganz recht. Meine ganze Hoffnung bist du,“ sagte Stefan Arkadjewitsch.

„Nun, so erzähle mir denn alles.“

Stefan Arkadjewitsch begann zu erzählen.

Nachdem man daheim angelangt war, hob Oblonskiy die Schwester aus dem Wagen, seufzte, drückte ihr die Hand und begab sich ins Amt.

19.

Als Anna in das Gemach trat, saß Dolly in dem kleinen Gastzimmer mit ihrem weißhaarigen, dicken Knaben, der bereits jetzt dem Vater ähnlich zu werden begann, und überhörte ihm seine französische Lektion. Der Knabe las, und drehte dabei mit der Hand an einem Knopfe seiner Bluse, im Bemühen, denselben abzureißen.