„Ihr habt meinem Vertreter zweihundert Rubel eingehändigt. Wollt doch die Güte haben zu bestimmen, für wen das Geld ausgesetzt sein soll?“

„Der Witwe,“ antwortete Wronskiy, die Achsel ziehend, „ich begreife nicht, wie darnach noch gefragt werden kann.“

„Ihr habt gegeben?“ rief Oblonskiy hinten aus und fügte hinzu, die Hand der Schwester drückend: „Das ist doch charmant, charmant; er ist doch ein herrlicher Mensch, habe ich nicht recht? Meine Hochachtung, Gräfin!“

Er blieb mit der Schwester stehen, um deren Zofe ausfindig zu machen. Als sie hinaustraten, war der Wagen der Wronskiy schon abgefahren, die Leute unterhielten sich noch immer über den Unglücksfall, der sich soeben ereignet hatte.

„Es ist ein entsetzlicher Tod,“ sagte ein vorübergehender Herr, „man sagt, er sei in zwei Stücke zerfahren gewesen.“

„Aber ich glaube, im Gegenteil, der leichteste war es, da er augenblicklich tot gewesen ist,“ meinte ein anderer.

„Daß man sich solches nicht zur Warnung dienen läßt,“ ein dritter.

Die Karenina setzte sich in den Wagen und Stefan Arkadjewitsch gewahrte mit Verwunderung, daß ihre Lippen bebten und sie nur mit Mühe die Thränen unterdrückte.

„Was ist dir, Anna?“ frug er.

„Ein böses Anzeichen.“