„Anna!“ sagte er.
„Du, du bist schuld an allem!“ rief sie unter Thränen der Verzweiflung und der Wut in der Stimme, und erhob sich.
„Ich habe dich gebeten, dich beschworen, nicht zu fahren; ich habe gewußt, daß es dir unangenehm werden würde“ —
„Unangenehm!“ rief sie, — „entsetzlich! So lange ich lebe, werde ich dies nicht vergessen! — Sie hat gesagt, es sei entehrend, neben mir sitzen zu müssen!“ —
„Die Worte eines thörichten Weibes,“ sagte er, „aber wozu mußtest du dazu herausfordern?“
„Ich hasse deine Ruhe! Du durftest mich nicht so weit bringen. Wenn du mich geliebt hättest“ —
„Anna! Wozu hier eine Frage nach meiner Liebe“ —
„Ja, wenn du mich liebtest, wie ich dich liebe, wenn du dich martertest, wie ich mich martere“ — sprach sie, mit dem Ausdruck des Entsetzens auf ihn blickend.
Es that ihm wehe um sie, und dennoch empfand er auch Verdruß. Er versicherte sie seiner Liebe, weil er sah, daß nur dies allein sie jetzt beruhigen konnte, und machte ihr keine Vorwürfe mit Worten; wohl aber tadelte er sie in seinem Innern.