„Dann gehe ich zu Fuß. Ich befinde mich ja ganz wohl.“ Kity erhob sich, trat zu ihrem Gatten und nahm dessen Arm.
„Ganz wohl, aber alles mit Maßen“ — bemerkte die Fürstin.
„Nun, Agathe Michailowna, ist das Eingemachte fertig?“ sagte Lewin lächelnd zu Agathe Michailowna, mit dem Wunsche sie heiter zu stimmen. „Geht es gut nach der neuen Mode?“
„Muß wohl; es geht gut. Nach meiner Meinung ist es fertig.“
„Es ist besser so, Agathe Michailowna; das Eingemachte wird nicht sauer und bei uns ist das Eis jetzt ohnehin schon gethaut, so daß es keinen Platz zum Aufbewahren giebt,“ sagte Kity, sogleich die Absicht ihres Mannes durchschauend und sich in der nämlichen Absicht an die Alte wendend. „Übrigens ist Euer Pökel so gut, daß Mama behauptet, ihn noch nirgends so gegessen zu haben,“ fügte sie hinzu, sich lächelnd einen Zopf ordnend.
Agathe Michailowna blickte grollend Kity an.
„Ihr braucht mich nicht zu trösten, Herrin; ich beurteile Euch, wie er, und befinde mich wohl dabei“ — sprach sie; der rauhe Ausdruck „er“ statt „der Herr“ verletzte Kity.
„Wir wollen zusammen nach Pilzen gehen, Ihr könnt uns die Plätze zeigen.“ Agathe Michailowna lächelte kopfschüttelnd, als wollte sie sagen „wenn ich Euch auch gern gram sein möchte, so kann ich es doch nicht.“
„Handelt, bitte, nach meinem Rate,“ sprach die alte Fürstin, „über das Eingemachte legt Ihr ein Papier und feuchtet es mit Rum an; auch ohne Eis wird alsdann niemals ein Kahm darauf kommen.“