„Welch ein liebes Mädchen,“ sagte die Fürstin.

„Nicht lieb, Maman, reizend, wie es keines weiter giebt.“

„So erwartet Ihr also heute Stefan Arkadjewitsch?“ sprach Sergey Iwanowitsch, der augenscheinlich das Gespräch über Warenka nicht fortzusetzen wünschte. „Es dürfte schwer sein, zwei Schwager zu finden, die einander weniger ähnlich wären,“ sagte er mit feinem Lächeln. „Der Eine beweglich, nur in der Gesellschaft lebend wie ein Fisch im Wasser; der Andere, unser Konstantin, lebhaft, schnell, empfänglich für alles; aber sobald er in der Gesellschaft ist, erstirbt er, oder schlägt sich sinnlos wie ein Fisch auf dem Lande.“

„Ja, er ist sehr unüberlegt,“ sagte die Fürstin, sich zu Sergey Iwanowitsch wendend, „ich wollte Euch eben bitten, ihm zu sagen, daß sie,“ sie wies auf Kity, „unmöglich hier bleiben kann, sondern jedenfalls nach Moskau kommen muß. Er sagt, er würde einen Arzt verschreiben“ —

Maman, er thut alles und ist mit allem einverstanden,“ antwortete Kity, voll Verdruß über die Mutter, weil sie in dieser Angelegenheit Sergey Iwanowitsch zum Richter berief.

Mitten in ihrer Unterhaltung wurde in der Allee das Schnauben von Pferden und das Geräusch von Rädern auf dem Schotter vernehmbar.

Dolly hatte sich noch nicht erhoben, um ihrem Mann entgegenzugehen, als Lewin aus dem Fenster des Zimmers, in welchem Grischa lernte, hinabsprang und Grischa heruntersetzte.

„Es ist Stefan!“ rief Lewin unter dem Balkon hinauf, „wir sind fertig Dolly; fürchte nichts!“ fügte er hinzu, und begann wie ein Knabe, der Equipage entgegenzurennen.

Is, ea id, eius eius eius,“ schrie Grischa, auf der Allee hinspringend.