Lewin war auf der anderen Seite des Tisches geblieben und sah, ohne in dem Gespräch mit der Fürstin und Warenka innezuhalten, daß zwischen Stefan Arkadjewitsch, Dolly, Kity und Wjeslowskij ein lebhaftes und geheimnisvolles Gespräch geführt wurde. Obwohl das Gespräch leise geführt wurde, gewahrte Lewin doch auf dem Gesicht seiner Frau den Ausdruck einer ernsten Empfindung, als sie unverwandt in das rote Gesicht Wasjenkas blickte, der lebhaft erzählte.
„Es geht ihnen sehr gut,“ berichtete Wasjenka von Wronskiy und Anna.
„Ich natürlich möchte es nicht auf mich nehmen, zu urteilen, aber in ihrem Hause befindet man sich wie in der Familie.“
„Was beabsichtigen sie denn zu thun?“
„Wie es scheint, wollen sie für den Winter nach Moskau.“
„Wie schön wäre es, wenn wir zusammen zu ihnen reisen könnten. Wann wirst du fahren?“ frug Stefan Arkadjewitsch Wasjenka.
„Ich werde den Juli bei ihnen zubringen.“
„Und auch du wirst doch mitfahren?“ wandte sich Stefan Arkadjewitsch an seine Frau.
„Ich habe schon lange hingewollt und werde sicher fahren,“ sagte Dolly. „Sie thut mir leid, und ich kenne sie. Sie ist ein schönes Weib. Ich werde allein reisen, wenn du weggehst, und niemand dadurch belästigen. Es ist sogar besser, wenn du nicht da bist.“
„Auch gut,“ sagte Stefan Arkadjewitsch, „und Kity?“