„Aber, liebster Konstantin, du übertreibst ja,“ sagte Kity, in der Tiefe ihres Herzens erfreut über die Kraft seiner Liebe zu ihr, die sich jetzt in seiner Eifersucht ausdrückte.
„Am Entsetzlichsten von allem ist, daß du — jetzt so wie du es stets gewesen, ein Heiligtum für mich — daß wir so glücklich gewesen sind, so selten glücklich — und plötzlich konnte dieser Wicht — nicht Wicht; weshalb sollte ich ihn schimpfen? — Ich habe mit ihm nichts zu schaffen! Aber weshalb soll mein Glück, dein Glück“ — —
„Weißt du, ich begreife, woher dies alles gekommen ist,“ begann Kity.
„Woher? Woher?“
„Ich habe gesehen, wie du blicktest, als wir beim Abendessen sprachen.“
„Nun ja, nun ja!“ sagte Lewin erschreckt.
Sie erzählte ihm, wovon man gesprochen hatte, und als sie es erzählte, kam sie vor Erregung außer Atem. Lewin verstummte, betrachtete ihr bleiches, angstvolles Gesicht und griff sich plötzlich an den Kopf.
„Katja, ich habe dich gemartert! Mein Täubchen, verzeihe mir! Dieser Wahnsinn! Katja, ich bin unendlich schuldig! Kann man nur durch solche Thorheit sich quälen!“
„Nein, du nur thust mir leid.“
„Ich? Ich? Was für ein Wahnwitziger ich bin! Weshalb thue ich dir leid? Es ist mir entsetzlich zu denken, daß jeder fremde Mensch unser Glück zerstören kann.“