Am Abend machten sie noch einen Streifzug, in welchem auch Wasjenka mehrere Stück erlegte und kehrten nachts heim.
Die Heimfahrt war ebenso vergnügt, wie die Herfahrt. Wjeslowskij sang bald, bald gedachte er mit Wonne seiner Erlebnisse bei den Bauern, die ihn mit Branntwein bewirtet und ihm gesagt hatten, er solle sich nicht besinnen; bald seiner nächtlichen Abenteuer mit den Nüssen und der Magd und dem Bauer, der ihn gefragt hatte, ob er verheiratet sei, und nachdem er erfahren, es wäre nicht der Fall, ihm gesagt hatte, er solle sich nicht um die Frauen anderer kümmern, sondern möglichst bald selber heiraten. Diese Worte hatten Wjeslowskij ganz besonders heiter gestimmt.
„Im allgemeinen bin ich außerordentlich zufrieden mit unserer Fahrt. Und Ihr, Lewin?“
„Ich bin auch sehr zufrieden,“ antwortete dieser, dem es recht froh zu Mut war, aufrichtig. Er empfand nicht nur keine Feindseligkeit mehr, wie er sie in dem Hause gegen Wasjenka Wjeslowskij gehegt hatte, sondern, im Gegenteil, die freundschaftlichste Gesinnung für denselben.
14.
Am andern Tag um zehn Uhr klopfte Lewin, der schon die Ökonomie inspiziert hatte, an das Zimmer, in welchem Wasjenka übernachtete.
„Entrez!“ rief ihm dieser entgegen. „Ihr entschuldigt mich wohl, ich bin soeben erst mit meinen ablutions fertig,“ sagte er lächelnd, im bloßen Hemde vor ihm stehend.
„Laßt Euch nicht stören, bitte,“ sagte Lewin und setzte sich ans Fenster. „Habt Ihr gut geschlafen?“
„Wie ein Toter. Was für ein Tag doch heute zur Jagd wäre!“