„Ist denn Eure Herrschaft zu Haus, Freund?“ frug Darja Aleksandrowna ausweichend, ohne zu wissen, wie sie, selbst dem Bauern gegenüber, nach Anna fragen sollte.
„Er ist wohl daheim,“ sagte der Bauer einen Schritt vortretend und dabei mit den nackten Füßen im Staube eine deutliche Spur seiner Fußsohle mit den fünf Zehen hinterlassend. „Er wird wohl zu Haus sein,“ wiederholte er, augenscheinlich mit großer Lust, ein Gespräch zu beginnen. „Gestern sind erst Gäste gekommen. Gäste — es war eine Menge — Was willst du!“ — wandte er sich nach einem Burschen um, der ihm vom Wagen her etwas zuschrie. „Sie sind kaum erst alle zu Pferde hier vorbeigekommen, um eine Schnittmaschine zu besichtigen. Jetzt werden sie wohl zu Hause sein. Wo kommt Ihr denn her?“
„Wir sind von weiter weg,“ sagte der Kutscher, auf den Bock steigend, „also es ist nicht weit?“
„Wie ich sage; dort! Wie Ihr eben fahrt“ — sagte er, mit der Hand nach der Seite des Wagens deutend.
Ein junger, gesunder und stämmiger Bursche kam auch heran.
„Wie, haben wir keine Arbeit auf Rechnung der Ernte?“ frug derselbe.
„Weiß nicht, mein Lieber! Wie gesagt, wenn du dich links hältst, kommst du gerade drauf,“ sprach der Bauer, der augenscheinlich ungern die Reisenden fortließ und mit ihnen schwatzen wollte.
Der Kutscher fuhr weiter, doch kaum hatten sie eingelenkt, als der Bauer rief: „Halt! He, Freund! Halt an!“ Eine zweite Stimme rief ebenso. Der Kutscher hielt an.
„Da kommen sie selbst. Dort sind sie!“ rief der Bauer. „Dort sind sie!“ fügte er hinzu, auf vier Reiter und zwei Personen in einem Wagen weisend, welche den Weg daherkamen.