Dolly fühlte sich verlegen und suchte ein Thema zur Unterhaltung. Wiewohl sie urteilte, daß ihm in seinem Hochmut ein Lob seines Hauses und Parkes unangenehm sein müsse, sagte sie ihm dennoch, keinen andern Gegenstand der Unterhaltung findend, daß ihr sein Haus sehr gefallen habe.
„Ja; es ist ein sehr schönes Gebäude und nach gutem alten Stil,“ sagte er.
„Mir hat auch der Hof vor der Freitreppe sehr gefallen. War der schon so?“
„O nein!“ antwortete er, und sein Gesicht schimmerte vor Genugthuung. „Wenn Ihr diesen Hof noch jetzt im Frühling gesehen hättet!“
Und er begann nun anfangs zurückhaltend, dann aber sich freier und freier hingebend, ihre Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Einzelheiten der Verschönerung in Haus und Garten hinzulenken. Es war ersichtlich, daß Wronskiy nach dem Aufwand so vieler Mühe zur Verbesserung und Verschönerung seines Landsitzes das Bedürfnis empfand, sich desselben vor einer fremden Person zu rühmen, und sich über das Lob Darja Aleksandrownas von ganzem Herzen freute.
„Wenn Ihr noch das Krankenhaus besichtigen wollt und nicht ermüdet seid, so ist dies nicht zu weit entfernt. Kommt,“ sagte er, ihr ins Gesicht blickend, um sich zu überzeugen, daß sie sich ja nicht etwa langweile.
„Kommst du mit, Anna?“ wandte sie sich an diese.
„Wir werden mit kommen; nicht wahr?“ wandte sie sich an Swijashskiy.
„Mais il ne faut pas laisser le pauvre Weslowskij et Tuschkjewitsch se morfondre là dans le bateau. Man muß es ihnen sagen lassen.“
„Das ist ein Denkmal, welches er sich hier aufrichtet,“ sprach Anna, sich zu Dolly wendend, mit dem nämlichen, wissenden und verschlagenen Lächeln, mit welchem sie früher über das Krankenhaus gesprochen hatte.