„O, ein Kapitalwerk,“ rief Swijashskiy, fügte aber sogleich, um nicht als Jasager Wronskiys zu erscheinen, leichthin eine kritische Bemerkung hinzu. „Ich wundere mich nur, Graf,“ sprach er, „daß Ihr, der Ihr in sanitärer Beziehung so viel für das Volk thut, Euch den Schulen gegenüber so gleichgültig verhaltet.“

C'est devenu tellement commun les écoles,“ sagte Wronskiy, „Ihr seht doch, daß ich nicht davon, sondern eben hiervon eingenommen bin. — Hierhin geht es nach dem Krankenhaus,“ wandte er sich dann zu Darja Aleksandrowna, nach einem Seitenausgang aus der Allee zeigend.

Die Damen öffneten die Sonnenschirme und betraten den Seitenweg. Nachdem sie einige Windungen durchschritten und zu einem Pförtchen hinausgetreten waren, erblickte Darja Aleksandrowna vor sich auf einem erhöhten Terrain ein großes, rotes, fast vollendetes Gebäude von interessantem Aussehen. Das noch nicht gestrichene, eiserne Dach strahlte blendend in der heißen Sonne. Neben dem fertigen Gebäude war ein zweites, vom Wald umgeben, angelegt; Arbeiter auf den Gerüsten legten Ziegel, übergossen die Lagen aus den Eimern und gleichten sie mit Richtmaßen.

„Wie schnell bei Euch die Arbeit vorwärts geht!“ sagte Swijashskiy, „als ich das letzte Mal hier war, war das Dach noch nicht da.“

„Zum Herbste soll alles fertig sein, und innen ist fast alles bereits ausgeputzt,“ sagte Anna.

„Und was ist das Neues dort?“

„Es ist ein Gebäude für den Arzt und die Apotheke,“ antwortete Wronskiy, den in kurzem Überrock auf ihn zukommenden Architekten erblickend; und ging, sich vor den Damen entschuldigend, diesem entgegen.

Die Kalkgrube umgehend, aus welcher die Arbeiter den Kalk holten, blieb er beim Architekten stehen und begann eifrig zu sprechen.

„Das Fronton liegt immer noch zu niedrig,“ antwortete er Anna, welche gefragt hatte, wovon die Rede sei.

„Ich hatte gesagt, man müsse das Fundament erhöhen,“ sagte Anna.