„Aber du weißt doch, daß dies eben mein einziger Wunsch ist! Doch hierzu“ —
— „Ist die Ehescheidung nötig? Ich werde ihm schreiben! Ich sehe, daß ich nicht so leben kann. Aber ich werde mit dir nach Moskau gehen.“
„Das ist ja, als wolltest du mir drohen? Ich wünsche doch nichts weniger, als mich von dir zu trennen,“ sagte Wronskiy lächelnd.
Nicht nur der kalte, böse Blick eines Menschen, welcher verfolgt wird und verstockt ist, glänzte in seinen Augen auf, als er diese zärtlichen Worte sprach.
Sie sah diesen Blick und erriet richtig seine Bedeutung.
„Wenn es so steht, so ist es ein Unglück!“ sprach dieser Blick. Es war dies nur ein augenblicklicher Eindruck, aber sie hatte ihn nie mehr vergessen können.
Anna schrieb an ihren Mann einen Brief, mit der Bitte um die Ehescheidung, und reiste zu Ende des November, sich von der Fürstin Barbara trennend, welche nach Petersburg fahren mußte, zusammen mit Wronskiy nach Moskau. Täglich eine Antwort von Aleksey Aleksandrowitsch erwartend, und nach dieser die Ehescheidung, hatten sie sich jetzt wie Eheleute zusammen einquartiert.