Den ersten Vorsaal mit den Ofenschirmen, und dann ein rechts abgetrenntes Zimmer, in welchem der Obstverkäufer saß, durchschreitend, überholte Lewin einen langsam gehenden Herrn und trat in das vom Lärm versammelter Menschen erfüllte Speisezimmer.

Er schritt längs der fast schon besetzten Tische hin, die Gäste musternd. Hier und da fielen ihm die verschiedensten Personen, alte und junge, aber kaum bekannte oder nahestehende ins Auge. Hier gab es kein einziges gereiztes oder sorgenvolles Gesicht. Alle, wie es schien, hatten in der Portierloge mit ihren Hüten auch ihre Bedrängnisse und Sorgen zurückgelassen und sich vorgenommen, mit Muße die materiellen Annehmlichkeiten des Lebens hier zu genießen. Hier war auch Swijashskiy, Schtscherbazkiy, Njewjedowskiy, der alte Fürst, sowie Wronskiy und Sergey Iwanowitsch.

„Ah, hast du dich verspätet?“ sagte der Fürst lächelnd, ihm mit der Hand auf die Schulter schlagend. „Was macht Kity?“ fügte er hinzu, die Serviette ordnend, die er sich zwischen einem Knopf der Weste eingeklemmt hatte.

„Befindet sich ganz wohl; die Damen speisen zu Dreien zu Haus.“

„Aha, Alina — Nadina; nun, bei uns hier ist freilich kein Platz mehr. Aber geh zu jenem Tisch und nimm möglichst schnell einen Platz ein,“ sagte der Fürst und ergriff, sich umwendend, behutsam einen Teller mit Quappensuppe.

„Lewin, hierher!“ rief etwas weiterhin eine freundliche Stimme. Es war Turowzyn. Er saß bei einem jungen Offizier und zwischen ihnen standen zwei umgewendete Stühle. Lewin schritt erfreut auf sie zu. Er hatte den gutmütigen Zecher Turowzyn stets lieb gehabt; mit ihm vereinigte sich seine Erinnerung an die Liebeserklärung gegen Kity; heute aber, nach all den angestrengten geistigen Unterhaltungen war ihm die gutmütige Erscheinung Turowzyns besonders willkommen.

„Diese Stühle sind für Euch und Oblonskiy. Er wird auch sogleich da sein!“

Der Offizier, welcher sich sehr gerade hielt, mit heiteren, ewig lachenden Augen war ein Petersburger, namens Gagin. Turowzyn machte beide miteinander bekannt.

„Oblonskiy kommt doch ewig zu spät.“