„Es war der zweite Kaiserpreis; wenn ich doch solches Glück in den Karten hätte, wie er mit den Pferden.“

„Aber, wozu die goldene Zeit verlieren! Ich gehe in das Infernalische,“ sagte der Oberst und verließ den Tisch.

„Das war Jaschwin,“ sagte Wronskiy zu Turowzyn und setzte sich auf den neben ihnen freigewordenen Platz. Nachdem er den ihm vorgesetzten Pokal geleert hatte, bestellte er eine Bouteille. Mochte nun der Einfluß der Klublaune oder der des genossenen Weines schuld sein, genug, Lewin unterhielt sich mit Wronskiy über die beste Viehrasse, und es war ihm sehr lieb, daß er keine Feindseligkeit mehr gegen diesen Mann empfand. Er sagte demselben sogar unter anderem, er habe von seiner Frau gehört, sie sei ihm bei der Fürstin Marja Borisowna begegnet.

„Ach, die Fürstin Marja Borisowna; die ist reizend!“ sagte Stefan Arkadjewitsch, und erzählte nun eine Anekdote von ihr, welche alle zu lachen machte. Besonders Wronskiy lachte so herzlich, daß Lewin sich vollständig mit ihm ausgesöhnt fühlte.

„Nun, seid Ihr fertig?“ frug Stefan Arkadjewitsch aufstehend, und lächelte. „Gehen wir!“

8.

Vom Tische aufstehend, ging Lewin, in dem Gefühl, daß ihm beim Gehen die Hände eigentümlich sicher und leicht in der Bewegung waren, mit Gagin durch die hohen Zimmer nach dem Billardsaal. Als er durch den großen Saal schritt, traf er seinen Schwiegervater.

„Nun, was sagst du? Wie gefällt dir unser Tempel der Muße?“ sagte der Fürst, ihn am Arme nehmend. „Komm, gehen wir weiter!“

„Auch ich wollte gehen und ein wenig zuschauen. Es ist interessant.“

„Ja, für dich. Doch für mich ist das Interesse schon ein anderes, als für dich. Du schaust freilich auf diesen Alten da,“ sprach er, auf ein gebücktes Mitglied des Klubs mit herabhängender Lippe zeigend, welches, nur mit Mühe die Füße in den weiten Stiefeln weiterschiebend, ihnen entgegenkam, „und denkst dabei, daß sie schon als solche alte Ruinen geboren worden sind.“