„Guten Morgen!“ sagte der Arzt zu ihm, die Hand hinreichend, als wollte er ihn mit seiner Ruhe necken. „Beunruhigt Euch nicht, wie steht es?“

Sich bemühend, so ausführlich wie möglich zu sein, begann Lewin alle unnötigen Einzelheiten über den Zustand seiner Frau zu erzählen, seinen Bericht unaufhörlich mit Bitten, der Arzt möchte sogleich mit ihm kommen, unterbrechend.

„Habt keine Angst; Ihr kennt das wohl noch nicht. Ich bin gewiß gar nicht notwendig, habe es aber versprochen und werde kommen. Aber Eile hat es keine. Setzt Euch doch gefälligst; ist nicht ein Kaffee gefällig?“

Lewin schaute ihn an, mit dem Blick fragend, ob sich der Arzt über ihn lustig machen wolle. Doch dieser dachte gar nicht daran, zu scherzen.

„Ich weiß schon, weiß schon,“ sprach er lächelnd, „auch ich bin Familienvater, aber wir, die Männer, sind in diesen Augenblicken doch die beklagenswertesten Menschen. Ich habe da eine Patientin, deren Mann in solchen Momenten stets in den Pferdestall läuft.“

„Aber wie meint Ihr, Peter Dmitrjewitsch? Glaubt Ihr, daß alles glücklich gehen kann?“

„Alle Bedingungen für einen günstigen Ausgang sind vorhanden.“

„Ihr kommt also sofort?“ sagte Lewin, zornig auf den Diener blickend, der den Kaffee brachte.

„In einem Stündchen.“