„Erkundigt Euch, wohin der Graf gefahren ist,“ sagte sie.
Der Diener versetzte, der Graf sei nach den Marställen gefahren.
„Der Herr haben befohlen zu melden, daß der Wagen sogleich zurückkehren würde, falls es Euch gefällig wäre, auszufahren.“
„Gut. Bleibt. Ich werde sogleich ein Billet schreiben. Schickt Michail mit dem Billet nach den Marställen, so schnell als möglich.“
Sie setzte sich und begann zu schreiben:
„Ich bin schuld. Kehre heim, wir müssen ins Klare kommen. Um Gott, komm, mir ist furchtbar.“
Sie siegelte und übergab dem Diener das Billet.
Jetzt fürchtete sie sich allein zu bleiben und begab sich, nachdem der Diener gegangen war, aus dem Zimmer nach der Kinderstube.
„Was ist das? Das ist er nicht! Das ist nicht Er! Wo sind seine blauen Augen, wo ist sein mildes, sanftes Lächeln?“ war ihr erster Gedanke, als sie ihr dralles, rotbäckiges kleines Mädchen mit den schwarzen krausen Haaren anstatt Sergeys, den sie in einer Verwirrung ihrer Gedanken in der Kinderstube zu sehen erwartet hatte, erblickte.
Das Kind saß am Tische, hartnäckig und geräuschvoll mit einem Korkpfropfen auf den Tisch pochend, und schaute mit seinen zwei schwarzen Augen verständnislos die Mutter an.