„Ich bin indessen kein Neger, sondern werde mich waschen — und dann einem Menschen ähnlich sehen,“ sagte Katawasoff mit seinem gewohnten Humor, einen Händedruck wechselnd und mit seinen schimmernden Zähnen in dem geschwärzten Gesicht eigentümlich lächelnd.

„Mein Konstantin wird sich sehr freuen. Er ist nach dem Vorwerk hinaus und muß bald kommen.“

„Er beschäftigt sich nur mit der Landwirtschaft; so macht man es eben hier,“ sagte Katawasoff, „bei uns in der Stadt aber ist außer dem serbischen Kriege auch nichts weiter zu sehen. Wie geht es denn meinem Freunde? Was macht er? Ein wenig Sonderling, nicht?“ —

„Nun, ja, ein wenig;“ antwortete Kity etwas verlegen werdend, mit einem Blick auf Sergey Iwanowitsch, „doch ich will nach ihm schicken. Auch Papa ist bei uns auf Besuch. Er ist erst unlängst aus dem Ausland angekommen.“

Nachdem Kity befohlen hatte, nach Lewin zu schicken, die staubbedeckten Gäste zur Toilette zu führen, den einen in das Kabinett, den anderen in Dollys ehemaliges Zimmer, und ein Frühstück für sie zu servieren, eilte sie, wieder in dem Vollbesitz hurtiger Beweglichkeit, dessen sie in der Zeit ihrer Schwangerschaft beraubt gewesen war, auf den Balkon hinauf.

„Es ist Sergey Iwanowitsch und Katawasoff, der Professor,“ sagte sie.

„O weh,“ sagte der Fürst.

„Er ist aber sehr liebenswürdig, Papa, und Konstantin hat ihn sehr lieb,“ sagte Kity lächelnd, ihm gleichsam zuredend, indem sie den Ausdruck von Ironie auf dem Gesicht des Vaters bemerkte.

„Nun, meinetwegen.“

„Geh doch zu ihnen Herzchen,“ wandte sich Kity zu ihrer Schwester, „und unterhalte sie. Sie haben Stefan auf der Station gesehen, er befindet sich wohl. Ich aber will zu Mita laufen. Wie unangenehm aber, ich habe seit dem Thee nicht wieder angelegt. Der Kleine wird jetzt wach geworden sein und wahrscheinlich schreien,“ und mit schnellen Schritten ging sie, den Andrang der Milch verspürend, nach der Kinderstube.