„Dem Bruder gegenüber wird jetzt nicht mehr die Rede von jener Entfremdung sein, die stets zwischen uns herrschte, es sollten keine Streitigkeiten mehr herrschen; auch mit Kity sollte es nie mehr Zwist geben und mit dem Gaste, wer es auch sein mag, werde ich freundlich und gut sein; auch mit den Leuten, mit Iwan — alles wird anders werden.“

Straff das vor Ungeduld schnaubende, eine schnellere Gangart anstrebende, gute Pferd haltend, schaute Lewin den neben ihm sitzenden Iwan an, der nicht wußte, was er mit seinen zur Unthätigkeit verurteilten Händen machen sollte, und beständig sein aufgeblähtes Hemd andrückte und suchte nach einem Thema, um ein Gespräch mit diesem zu beginnen.

Er wollte sagen, daß Iwan überflüssigerweise den Sattelriemen zu hoch gezogen habe, doch dies wäre einem Vorwurf ähnlich gewesen und er wollte jetzt nur freundliche Gespräche führen. Etwas anderes kam ihm nicht in den Kopf.

„Nehmt doch, bitte rechts, sonst wird der Baumstamm da“ — sagte der Kutscher, Lewins Zügel dirigierend.

„Laß das gefälligst und belehre mich nicht!“ antwortete Lewin, ungehalten über diese Einmischung des Kutschers.

So wie immer, machte ihn auch jetzt eine Einmischung verstimmt, und er fühlte sogleich voll Schmerz, wie irrig seine Vermutung gewesen war, daß seine Seelenstimmung ihn sogleich bis zu einer Anpassung an die Wirklichkeit hätte wandeln können.

Als er sich seinem Hause bis auf eine viertel Werst genähert hatte, erblickte er Grischa und Tanja, die ihm entgegeneilten.

„Onkel Konstantin! Mama kommt auch, und der Onkel, und Sergey Iwanowitsch und noch jemand,“ sagten sie auf den Wagen kletternd.

„Wer denn?“

„Außerordentlich seltsam! Er macht es mit den Händen immer so,“ sagte Tanja, sich im Wagen erhebend und Katawasoff nachahmend.