„Ist er alt oder jung?“ frug Lewin lachend, die Vorstellung Tanjas hatte ihn an jemand erinnert. „O, wenn es nur kein unangenehmer Mensch ist!“ dachte er.

Kaum um die Biegung des Weges herum, gewahrte Lewin die Entgegenkommenden, und erkannte Katawasoff im Strohhut, wie er im Gehen mit den Armen schwenkte, so wie es Tanja vorgemacht hatte.

Katawasoff sprach sehr gern über Philosophie, obwohl er von ihr nur einen Begriff aus den Naturwissenschaften besaß, und sich sonst nie damit beschäftigt hatte. In Moskau hatte Lewin in letzter Zeit viel mit ihm disputiert. Eines jener Gespräche, in welchem Katawasoff jedenfalls gehofft hatte Sieger zu bleiben, fiel Lewin sofort wieder ein, nachdem er Katawasoff erkannt hatte.

„Nein; streiten und in unüberlegter Weise meine Ideen äußern werde ich um keinen Preis,“ dachte er.

Aus dem Wagen steigend und den Bruder nebst Katawasoff begrüßend, frug Lewin dann nach seiner Frau.

„Sie hat Mitja in das Wäldchen beim Hause getragen. Sie wollte es dorthin bringen, denn im Hause ist es zu warm,“ berichtete Dolly. Lewin hatte seiner Gattin stets davon abgeraten, das Kind in den Wald zu tragen, da er dies für gefährlich befand, und die Nachricht war ihm daher unangenehm.

„Sie schleppt sich mit ihm von Ort zu Ort,“ sagte der Fürst lächelnd. „Ich habe ihr geraten, es in den Eiskeller zu bringen.“

„Sie wollte nach dem Bienengarten gehen, da sie dachte, du würdest dort sein. Wir gehen soeben hin,“ sagte Dolly.

„Nun, was machst du denn?“ sagte Sergey Iwanowitsch, von den anderen weggehend und sich zu dem Bruder gesellend.