Boris. Gewiß, denn was im Inneren geschehen ist, bewirkt auch in der äußeren Welt Veränderungen.
Nikolai. Ja, das möchte ich dir ans Herz legen. Deine Mutter ist hier. Sie ist schrecklich niedergeschlagen. Was du der tun kannst, um was sie dich bittet, tu es. Das wollte ich dir sagen.
(Im Korridor ertönt wahnsinniges Geheul.)
Ein Kranker (kommt hereingestürzt).
Wärter (hinter ihm, die ihn fortschleppen).
Ljuba. Das ist fürchterlich. Und in solcher Umgebung sollst du bleiben? (Sie weint.)
Boris. Es schreckt mich nicht. Mir ist jetzt nichts mehr schrecklich. Mir ist so gut. Nur eins macht mir Sorge: wie du das alles aufnimmst. Du mußt mir helfen. Ich bin überzeugt, du wirst mir helfen.
Ljuba. Soll ich etwa vergnügt sein?
Nikolai. Nicht vergnügt. Das kann man nicht, das bin ich auch nicht. Ich leide um ihn und würde von Herzen gern an seine Stelle treten; trotzdem leide ich und weiß, daß das gut ist.
Ljuba. Schön. Wann wird er aber entlassen?