Nikolai. Andere begreifen es.

Maria. Wer denn? Alexander Petrowitsch, der dich anbettelt?

Nikolai. Er und andere, wie Tonja und Wassili Nikanorowitsch. Aber darauf kommt es nicht an. Wenn niemand mich verstehen würde, würde das nichts ändern.

Maria. Wassili Nikanorowitsch hat Buße getan und sein Amt wieder angetreten. Tonja tanzt in diesem Augenblick und flirtet mit Stefan.

Nikolai. Das ist sehr traurig, kann aber nicht bewirken, daß Schwarz Weiß wird, und kann mein Leben nicht ändern. Mascha! Ich bin für dich nicht nötig. Laß mich gehen. Ich habe versucht, an eurem Leben teilzunehmen, in dieses Leben das hineinzutragen, was für mich alles bedeutet. Es ist unmöglich. Die Folge ist nur, daß ich euch und mich quäle. Mich nicht nur quäle, sondern das Werk, das ich vorhabe, zuschanden mache. Jeder Mensch, wie zum Beispiel dieser Alexander Petrowitsch, hat das Recht, mir zu sagen, ich sei ein Betrüger, der nicht so handelt, wie er spricht, der nach dem Evangelium Armut predigt, selbst aber in Luxus lebt unter dem Vorwande, alle Habe an seine Frau abgetreten zu haben.

Maria. Du schämst dich vor den Leuten? Kannst du dich darüber nicht erheben?

Nikolai. Ich schäme mich nicht – oder doch nur wenig – aber ich richte das Werk Gottes zugrunde.

Maria. Du hast selbst gesagt, daß dieses Werk auch dann geschieht, wenn wir uns ihm widersetzen. Doch darum handelt es sich nicht. Sag, was du von mir forderst.

Nikolai. Das habe ich schon gesagt.

Maria. Aber Nikolai, du weißt doch, daß das unmöglich ist. Bedenk doch, Ljuba soll jetzt heiraten. Wanja bezieht die Universität. Mischa und Katja besuchen die Schule – soll denn das alles unterbrochen werden?