Der Untersuchungsrichter: War es Herrn Karenin und Ihrer Frau bekannt, daß Sie am Leben geblieben waren, als Sie Ihre Kleider am Flußufer hatten liegen lassen und selbst verschwunden waren?

Fedja: Bestimmt nicht. Ich hatte mich wirklich töten wollen, aber dann ... na, das brauche ich nicht zu erzählen. Tatsache ist, daß sie nichts wußten.

Der Untersuchungsrichter: Wie kommt es denn, daß Sie dem Polizeibeamten ganz andere Aussagen gemacht haben?

Fedja: Welchem Polizeibeamten? Ach so, als einer zu mir in das Nachtasyl kam? Ich war betrunken und log ihm etwas vor; was, das weiß ich nicht mehr. Das ist alles dummes Zeug. Jetzt bin ich nicht betrunken und sage die volle Wahrheit. Sie haben nichts gewußt. Sie glaubten, ich sei nicht mehr am Leben. Und ich freute mich darüber. Und es wäre auch alles so geblieben, wenn sich nicht dieser Schuft Artemjew hineingemischt hätte. Und wenn jemand eine Schuld trägt, so ist er es allein.

Der Untersuchungsrichter: Ich verstehe, daß Sie sich großmütig zeigen wollen; aber das Gesetz verlangt Wahrheit. Warum ist Ihnen Geld geschickt worden?

Fedja (schweigt).

Der Untersuchungsrichter: Sie haben durch Simonow das Geld erhalten, das Ihnen nach Saratow geschickt wurde?

Fedja (schweigt).

Der Untersuchungsrichter: Warum antworten Sie nicht? Es wird im Protokolle vermerkt werden, daß der Beschuldigte auf diese Fragen nicht geantwortet hat, und das kann sowohl Ihnen als auch jenen beiden sehr schaden. Also wie wollen Sie sich nun verhalten?