Fedja: Nun, so höre! Aber gib mir dein Wort, daß du das, was ich dir sage, niemandem wiedersagen wirst. Gibst du mir dein Wort?

Sascha: Natürlich.

Fedja: Nun, so höre, Sascha! Ich bin allerdings ihr Mann, der Vater ihres Kindes; aber ich bin ein überflüssiger Mensch ... Warte, warte, erwidere mir nichts! Du glaubst, ich sei eifersüchtig? Ganz und gar nicht. Erstens habe ich kein Recht dazu; und zweitens habe ich keinen Anlaß. Viktor Karenin ist ein alter Freund von ihr und ebenso von mir. Und er liebt sie, und sie liebt ihn.

Sascha: Nein.

Fedja: Sie liebt ihn so, wie eine ehrenhafte, sittsame Frau lieben kann, die es sich nicht erlauben will, einen andern als ihren Mann zu lieben. Aber sie liebt ihn und wird ihn lieben, sobald dieses Hindernis (er zeigt auf sich selbst) beseitigt sein wird, und ich werde es beseitigen, und sie werden glücklich sein. (Die Stimme zittert ihm.)

Sascha: Fedja, sprich nicht so!

Fedja: Du weißt ja, daß das die Wahrheit ist, und ich werde mich über das Glück der beiden freuen und kann gar nichts Besseres tun ... Ich werde nicht zurückkehren und gebe ihnen volle Freiheit ... Das bestelle du ihnen nur! Und nun sage weiter nichts, sage weiter nichts; lebe wohl! (Er küßt sie auf den Kopf und öffnet ihr die Tür.)

Sascha: Fedja, ich bewundere dich!

Fedja: Lebe wohl, lebe wohl! (Sascha geht fort.)