Viktor: Mama, Sie verfahren grausam mit mir! Sind wir alle denn so unfehlbar, daß wir von unseren Grundsätzen nie abgehen dürften, obwohl doch das Leben ein so kompliziertes Geflecht ist? Mama, warum sind Sie gegen mich so grausam?

Anna Dmitrijewna: Ich liebe dich und will dein Glück.

Viktor (zu Abreskow): Sergei Dmitrijewitsch!

Fürst Abreskow: Selbstverständlich wollen Sie sein Glück; aber uns mit unseren grauen Haaren wird es schon schwer, die Jugend zu verstehen. Und besonders schwer ist das für eine Mutter, die sich an den Gedanken gewöhnt hat, das Glück des Sohnes müsse ihren eigenen Vorstellungen entsprechen. Alle Frauen sind von dieser Art.

Anna Dmitrijewna: Nun ja, da haben wirs! Alle sind gegen mich. Natürlich kannst du es tun; vous êtes majeur ... aber du machst mich dadurch unglücklich.

Viktor: Ich erkenne Sie gar nicht wieder. Das ist mehr als grausam.

Fürst Abreskow (zu Viktor): Hör auf, Viktor. Die Mama redet immer schlechter, als sie handelt.

Anna Dmitrijewna: Ich werde zu ihr sagen, was ich denke und empfinde, und werde es zu ihr sagen, ohne sie zu kränken.

Fürst Abreskow: Davon bin ich überzeugt.