Karenin: Es ging nicht anders. Das konnte die Ursache der Verzögerung sein.

Lisa: Nein, Geld hat etwas Unschönes.

Karenin: Nun, er könnte schon weniger pointilleux sein.

Lisa: Was wir für Egoisten geworden sind!

Karenin: Ja, ich bekenne es auch von mir. Aber daran bist du selbst schuld. Nach all diesem Warten und dieser Hoffnungslosigkeit bin ich jetzt so glücklich. Und das Glück macht egoistisch. Du bist daran schuld.

Lisa: Du glaubst, du allein seist glücklich. Ich bin es ebenfalls. Ich fühle, daß meine Seele ganz voll Glücksempfindung ist, sich gleichsam in ihrem Glücke badet. Alles kommt zusammen: Mischa ist wieder gesund geworden, und deine Mutter liebt mich, und du liebst mich, und, was die Hauptsache ist, ich, ich selbst liebe.

Karenin: Ja? Und du befürchtest nicht, es jemals zu bereuen und anderen Sinnes zu werden?

Lisa: Seit jenem Tage hat sich alles in mir umgewandelt.

Karenin: Und das Alte kann nicht wiederkehren?

Lisa: Nein, niemals. Ich habe nur einen Wunsch: daß auch in deiner Seele alles Vergangene ebenso vollständig abgetan sein möchte wie in der meinigen.