»Bitte.«

19. Die Fürstin Kornakowa.

»Ich lasse bitten,« sagte Großmutter, sich tiefer in den Sessel setzend.

Karl Iwanowitsch stand auf, strich mit der Hand seine Frackschöße glatt – beim Hinsetzen und Aufstehen vergaß er das nie – machte einen Kratzfuß und trat zu Großmutters Sessel.

»Sie erlauben mir, hochverehrte Frau Gräfin,« begann er, wie gewöhnlich, gedehnt und mit kläglicher Betonung, »den heutigen Tag bei meinem alten Freunde Schönheit zu verbringen, dessen Gattin, Madame Schönheit, Geburtstag feiert.«

Großmutter gab sofort ihre Einwilligung, bemerkte aber dabei, sie hätte ihn an ihrem eigenen Geburtstag lieber bei sich gesehn; indessen hätten die alten Freunde vor den neuen gerechterweise den Vorzug.

»Sie können gehen,« sagte Papa ziemlich kurz zu Karl Iwanowitsch, als dieser mit verlegenem Lächeln vor ihn hintrat. Und als er fort war, meinte Papa zu Großmutter: »Ich fürchte, er geht hier zugrunde.«

»Wieso?« fragte Großmutter, die eintretende Fürstin nicht bemerkend.

Zu meinem größten Kummer konnte Papa nicht mehr erläutern, wie Karl Iwanowitsch zugrunde gehen würde.