»Mascha,« begann er mit leiser, erregter Stimme, »es ist kein Scherz, was wir jetzt treiben. Unser Schicksal steht auf dem Spiele. Ich bitte dich, mir nichts zu antworten und mich anzuhören. Warum willst du mich so quälen?«

Aber ich unterbrach ihn.

»Ich weiß, daß du Recht behältst. Sprich lieber nicht, du hast Recht,« sagte ich kühl, als spräche ich es nicht selbst, sondern irgendein böser Geist in mir.

»Wenn du nur wüßtest, was du tust!« sagte er mit zitternder Stimme.

Ich fing zu weinen an, und die Tränen erleichterten mir das Herz. Er saß neben mir und schwieg. Ich empfand Mitleid mit ihm, ich schämte mich und ärgerte mich über mein Tun. Ich sah ihn nicht an. Ich glaubte, er müsse mich in diesem Augenblick entweder streng oder erstaunt ansehen. Ich wandte mich zu ihm: ein sanfter, zärtlicher, wie um Verzeihung bittender Blick war auf mich gerichtet. Ich nahm seine Hand und sagte:

»Vergib mir! Ich weiß selbst nicht, was ich sagte.«

»Ja, aber ich weiß, was du sagtest, und du hattest Recht.«

»Wieso denn?« fragte ich.

»Wir müssen wirklich nach Petersburg gehen,« antwortete er. »Hier haben wir nichts mehr zu tun.«

»Wie du willst,« sagte ich.