Er umarmte und küßte mich.

»Verzeih mir,« sagte er. »Ich war im Unrecht.«

An diesem Abend spielte ich ihm lange vor, während er im Zimmer auf und ab ging und etwas flüsterte. Er hatte die Gewohnheit, so zu flüstern; ich fragte ihn oft, was er geflüstert habe, und er sagte es mir dann immer nach kurzem Besinnen; meistens waren es Verse und zuweilen auch irgendein Unsinn, aber selbst an diesem Unsinn konnte ich immer seine Stimmung erkennen.

»Was flüsterst du heute?« fragte ich.

Er blieb stehen, dachte nach und antwortete mir lächelnd mit den zwei Zeilen Lermontows:

»… Doch der Verwegne lechzt nach Stürmen,
Als wäre in den Stürmen Ruh!«

– Nein, er ist mehr als ein Mensch, er weiß alles! – dachte ich mir. – Wie sollte ich ihn nicht lieben! –

Ich stand auf, ergriff seinen Arm und begann mit ihm auf und ab zu gehen, mir Mühe gebend, gleichen Schritt mit ihm zu halten.

»Ja?« fragte er und sah mich lächelnd an.

»Ja,« antwortete ich flüsternd; und eine eigentümliche, lustige Stimmung ergriff uns beide, unsere Augen lachten, wir machten immer größere Schritte und reckten uns immer höher auf den Zehen empor. Mit dem gleichen Schritt gingen wir zu großer Entrüstung Grigorijs und zum Erstaunen Mamas, die im Wohnzimmer Patience legte, durch alle Zimmer ins Speisezimmer, blieben dort stehen, sahen einander an und brachen in Lachen aus.