Zum Kranklachen, Kamerad! ... Je vous dis, il y avait un temps, on ne parlait que de ça à Pétersbourg, sagte Fürst Galzin lachend, erhob sich von dem Klavier, vor dem er saß, und setzte sich auf das Fenster neben Kalugins Fenster, einfach zum Kranklachen. Ich kenne die Geschichte schon ganz genau ...

Und er begann lustig, witzig und lebendig eine Liebesgeschichte zu erzählen, die wir hier übergehen, weil sie für uns nicht interessant ist. Aber merkwürdig war's, daß nicht bloß Fürst Galzin, sondern alle diese Herren, die sich's hier bequem gemacht hatten, der eine im Fenster, der andere mit übergeschlagenen Beinen, der dritte am Klavier, ganz andere Menschen zu sein schienen, als auf dem Boulevard: frei von der lächerlichen Aufgeblasenheit und Dünkelhaftigkeit, die sie den Infanterie-Offizieren gegenüber hatten; hier waren sie unter sich, gaben sich natürlich und waren, besonders Kalugin und Fürst Galzin, höchst liebenswürdige, heitere und gute Jungen. Es war die Rede von Petersburger Kameraden und Bekannten.

Was macht Maslowski?

Welcher: der von den Leib-Ulanen oder von der Garde-Kavallerie?

Ich kenne sie beide. Den Gardisten habe ich noch als Knaben gekannt, wie er eben aus der Schule kam. Nicht wahr, der ältere ist Rittmeister?

O, schon lange!

Geht er noch immer mit seinem Zigeunermädel?

Nein, die hat er laufen lassen ... oder so ähnlich.

Dann setzte sich Fürst Galzin an das Klavier und sang prächtig ein Zigeunerlied. Praßkuchin, obwohl von niemand gebeten, begann ihn zu begleiten, und so gut, daß man ihn bat, in der Begleitung fortzufahren, was er auch sehr gern that.

Ein Diener trat ins Zimmer; er brachte Thee, Sahne und Bretzeln auf einem silbernen Präsentierteller.