Reiche dem Fürsten! sagte Kalugin.
Es ist doch eigentümlich, daran zu denken, sagte Galzin, indem er ein Glas nahm und ans Fenster ging, daß wir hier in der belagerten Stadt, ... »Klaviergesang«, Thee mit Sahne und eine solche Wohnung haben, wie ich sie wirklich in Petersburg haben möchte.
Ja, wenn auch das noch fehlte, entgegnete der mit allem unzufriedene alte Oberstleutnant, so wäre diese beständige Erwartung einfach unerträglich, – zu sehen, wie jeden Tag die Menschen fallen und fallen, ohne daß man ein Ende absieht, – wenn man dabei noch im Schmutz leben müßte und keine Bequemlichkeit hätte! ...
Und was sollen unsere Infanterieoffiziere sagen, rief Kalugin, die auf den Bastionen mit den Soldaten in den Blindagen liegen und Soldatensuppe essen? – was sollen die sagen?
Die? Die wechseln allerdings acht Tage lang nicht die Wäsche, aber das sind auch Helden, bewunderungswürdige Menschen.
In diesem Augenblick kam ein Infanterieoffizier ins Zimmer.
Ich ... ich habe Befehl ... kann ich als Bote des Generals N. den Gen... Seine Excellenz sprechen? fragte er schüchtern und grüßte.
Kalugin erhob sich; aber ohne den Gruß des Offiziers zu erwidern, fragte er ihn mit beleidigender Höflichkeit und einem erzwungenen offiziellen Lächeln, ob es »Ihnen« nicht beliebte zu warten, dann wandte er sich, ohne ihm die geringste Aufmerksamkeit zu schenken, an Galzin, sprach mit ihm französisch, so daß der arme Offizier, der mitten im Zimmer stehen geblieben war, absolut nicht wußte, was er mit seiner Person machen sollte.
In einer äußerst dringenden Angelegenheit, sagte der Offizier nach einem minutenlangen Schweigen.
Ich bitte Sie, mit mir zu kommen, sagte Kalugin, zog den Mantel an und begleitete den Offizier zur Thür.