Die Brüder stiegen zum ersten Ponton nieder und stießen auf Soldaten, die in lauter Unterhaltung von der anderen Seite her kamen.

Wenn er das Geld zur Ausrüstung bekommen hat, dann hat er nichts mehr zu fordern.

Ach Brüderchen! sagte eine andere Stimme, wenn man auf die Nordseite hinübergeht, da sieht man die Welt, bei Gott! Eine ganz andere Luft!

Schwatz' nur immer zu! ... sagte der erste, vor kurzem kam so eine Verfluchte herübergeflogen; zwei Matrosen hat sie die Beine weggerissen ...

Die Brüder gingen über das erste Ponton und blieben, ihr Fuhrwerk erwartend, auf dem zweiten stehen, das stellenweise bereits überschwemmt war. Der Wind, der landeinwärts schwach erschien, war hier sehr stark und reißend; die Brücke schaukelte, und die Wellen, die mit Geräusch an die Balken schlugen und an den Ankern und Tauen sich brachen, überschwemmten die Bretter des Pontons. Rechts rauschte und dunkelte in verräterischen Nebel gehüllt die See und hob sich durch einen schweren Streif von dem gestirnten lichtgrau strahlenden Horizont ab; in der Ferne glänzten Lichter auf der feindlichen Flotte. Links zeigten sich die schwarzen Maste eines unserer Schiffe, und man hörte die Wellen an seinen Bord anschlagen. Ein Dampfer ward sichtbar, der geräuschvoll und schnell von der Nordseite herankam. Das Feuer einer in seiner Nähe platzenden Bombe erhellte auf einen Augenblick die auf dem Verdeck hoch aufgeschichteten Schanzkörbe, die beiden Leute, die oben standen, und den weißen Schaum und den Sprühregen der von dem Dampfer durchschnittenen grünlichen Wellen. Am Rande der Brücke saß, mit den Füßen im Wasser, ein Mann im bloßen Hemd und machte etwas auf dem Ponton. Vor ihnen, über Sewastopol, ließ sich das frühere Feuer hören, und immer lauter drangen von da schreckliche Töne herüber. Eine hoch aufspritzende Welle ergoß sich über die rechte Brückenseite und machte Wolodjas Füße naß; zwei Soldaten gingen, im Wasser watend, an ihm vorbei. Plötzlich beleuchtete etwas unter Krachen die Brücke, das vorn auf ihr fahrende Fuhrwerk und einen Reiter, und die Bombensplitter fielen, mit Pfeifen Schaum aufwerfend, ins Wasser.

Ah, Michajlo Ssemjonytsch! sagte der Reiter, indem er sein Pferd vor dem älteren Koselzow hielt: sind Sie schon vollständig wieder hergestellt?

Wie Sie sehen. Wohin führt Sie Gott?

Auf die Nordseite, nach Patronen: ich vertrete ja jetzt den Regimentsadjutanten ... Sturm erwarten wir von Stunde zu Stunde.

Und wo ist Marzow?