Gestern ist ihm ein Fuß fortgerissen worden ... Er schlief in der Stadt im Zimmer ... Sie kennen ihn wohl?

Das Regiment steht auf der Fünften, nicht wahr?

Ja, es ist an Stelle des M.-Regimentes dorthin gekommen. Gehen Sie nach dem Verbandort: dort finden Sie welche von uns, die werden Sie führen.

Nun, und mein Quartier auf der Seestraße, ist das unbeschädigt?

I, mein Lieber! Schon längst ganz von Bomben zertrümmert ... Sie erkennen jetzt Sewastopol nicht mehr wieder: keine Seele von einem Frauenzimmer, keinen Gastwirt, keine Musik giebt es mehr. Gestern ist der letzte Ausschank fortgezogen. Jetzt ist es schrecklich öde ... Leben Sie wohl!

Und der Offizier ritt im Trabe weiter.

Wolodja wurde plötzlich ganz trübselig zu Mut: es schien ihm immer, als ob augenblicklich eine Kanonenkugel oder ein Bombensplitter geflogen kommen und ihn gerade an den Kopf treffen müßte.

Dieser feuchte Nebel, alle diese Stimmen, besonders das grollende Plätschern der Wellen, schienen ihm zu sagen, er solle nicht weiter gehen, es harre seiner hier nichts Gutes, sein Fuß würde nie wieder den Boden jenseits der Bucht betreten, er möchte auf der Stelle umkehren und fliehen – weit, weit von diesem furchtbaren Orte des Todes. »Aber vielleicht ist es schon zu spät, vielleicht ist es schon so beschlossen,« dachte er und erbebte, teils über diesen Gedanken, teils, weil ihm das Wasser durch die Stiefel drang und seine Füße feucht machte.

»Herr! werde ich wirklich fallen, – gerade ich? Herr, erbarme dich meiner!« murmelte er flüsternd und bekreuzte sich.

Nun, gehen wir, Wolodja! sagte der ältere Bruder, als ihr Fuhrwerk auf die Brücke gekommen war. Hast du die Bombe gesehen?