Wolodja stand auf und verbeugte sich.
Ist Ihnen nicht Thee gefällig? fragte der Batteriekommandeur, als er bereits bis zur Thür gegangen war. Man kann eine Theemaschine aufstellen.
Wolodja verbeugte sich und ging hinaus. Der Bursche des Obersten begleitete ihn nach unten und führte ihn in ein kahles, schmutziges Zimmer, in dem allerlei Gerümpel umherlag und ein eisernes Bett ohne Wäsche und Decke stand. Auf dem Bett, mit einem dicken Mantel zugedeckt, schlief jemand in einem rosa Hemd.
Wolodja hielt ihn für einen gemeinen Soldaten.
Peter Nikolajewitsch! rief der Offiziersbursche, indem er den Schläfer an der Schulter rüttelte. Hier werden sich der Fähnrich hinlegen ... Das ist unser Junker, fügte er, zum Fähnrich gewandt, hinzu.
Ach, lassen Sie sich nicht stören, bitte! sagte Wolodja; aber der Junker, ein hochgewachsener, stattlicher junger Mann mit hübschen, aber sehr dummen Zügen, stand vom Bett auf, warf sich den Mantel um und ging, augenscheinlich noch halb im Schlafe, aus dem Zimmer.
Schadet nichts, ich werde mich draußen hinlegen, brummte er.
XIII
Als Wolodja mit seinen Gedanken allein geblieben war, war sein erstes Gefühl die Angst vor dem wirren, trostlosen Zustand, in dem sich sein Gemüt befand. Er hatte den Wunsch, einzuschlafen und alles ringsumher, vor allem aber sich selbst, zu vergessen. Er löschte das Licht, legte sich auf das Bett und zog seinen Mantel über den Kopf, um sich zu schützen gegen die Angst vor der Dunkelheit, die ihm seit frühester Jugend anhaftete. Plötzlich aber fiel ihm ein, es könnte eine Bombe geflogen kommen, das Dach durchschlagen und ihn töten ... Er horchte auf; gerade über ihm erklangen die Schritte des Batteriekommandeurs.