Der Batteriekommandeur war ein ziemlich beleibter Mann mit einer großen Glatze auf dem Wirbel, einem dichten Schnauzer, der gerade heruntergekämmt war und den Mund bedeckte, und mit freundlichen grauen Augen; er hatte schöne, reine, rundliche Hände, seine Beine waren stark nach außen gekehrt, er trat mit Zuversicht und einer gewissen Stutzerhaftigkeit auf, die andeutete, daß der Batteriekommandeur nicht gerade schüchtern war.
Ja, sagte er und blieb vor dem Feldwebel stehen, der Geschützmannschaft wird man von morgen ab noch einen Topf zugeben müssen, sie werden zu schlecht behandelt. Was meinst du?
Gewiß, man kann ihnen noch was geben, Euer Hochwohlgeboren! Jetzt ist der Hafer billiger geworden, antwortete der Feldwebel und bewegte dabei die Finger an den Händen, die er an den Nähten hielt, die aber offenbar gern seine Rede mit ihrer Gebärde unterstützten. Gestern hat mir auch unser Fourageur Frantschuk vom Train ein Schreiben geschickt, Euer Hochwohlgeboren, wir müßten unbedingt dort Ochsen kaufen, meint er. Es heißt, sie sollen billig sein. Wenn Sie befehlen?
Nun ja, kaufen wir: er hat das Geld. Und der Batteriekommandeur begann wieder im Zimmer auf und nieder zu gehen. – Und wo sind Ihre Sachen? fragte er plötzlich Wolodja und blieb vor ihm stehen.
Den armen Wolodja hatte der Gedanke, daß er ein Feigling sei, so niedergedrückt, daß er in jedem Augenblick, in jedem Wort Verachtung gegen sich, als einen kläglichen Feigling, sah. Es war ihm, als hätte der Batteriekommandeur schon sein Geheimnis durchschaut und spotte seiner. Er antwortete verlegen, die Sachen seien auf der Grafßkaja und der Bruder hätte versprochen, sie ihm morgen zu schicken.
Der Oberst aber hörte kaum auf ihn und fragte, zu dem Feldwebel gewandt:
Wo werden wir den Fähnrich unterbringen?
Den Fähnrich? sagte der Feldwebel, und machte Wolodja noch mehr verlegen durch den flüchtigen Blick, den er ihm zuwarf und der gewissermaßen die Frage ausdrückte: »Was ist das für ein Fähnrich?« – Ja, unten, Euer Hochwohlgeboren, beim Stabskapitän können Seine Wohlgeboren sich einquartieren, fuhr er fort, nachdem er ein wenig nachgedacht hatte; der Stabskapitän sind jetzt auf der Bastion, so daß seine Pritsche leer steht.
Beliebt es Ihnen einstweilen so? fragte der Batteriekommandeur. Sie müssen, denk' ich, müde sein; morgen werden wir es besser einrichten.