Auch unsere Messe hatte inzwischen ihre Vorbereitung vollendet. Dort stand ein Grammophon: »It is a long way to Tipperary« ... Wir wollten den Feind gleich sympathisch stimmen. Das reine Gewissen guckte ja jetzt aus allen Ecken hervor, aber auch wo man nicht hinsah, mußte man es wenigstens hören. Vor der Messe stand eine Ordonnanz mit einer Pulle Whisky und einem Bierglas. Wir ahnten, daß die Tommys gleich nach der Pantry streben würden. Da konnten sie sofort das Zielwasser nehmen und ihnen die Sehschärfe genommen werden. Wir waren freundliche Leute.

Ein Boot ruderte vom Kreuzer herüber. Unsere Jungs taten vollkommen gleichgültig und machten die Vorleine klar, um das Boot wahrzunehmen. Es kam längsseit mit zwei Offizieren und 15 Mann. Ich schimpfte, als wenn meine Jungs nicht flink genug funktionierten, tüchtig, wie so ein oller Kaptein schimpft, damit sie gleich die norwegische Sprache hörten. Der Offizier, der zuerst an Bord kam, begrüßte mich:

»Happy christmas, captain.«

»I am the captain, mister officer.« (Diese Anrede paßte besser zu mir einfachem Mann, als wenn ich »Sir« gesagt hätte.)

»Happy christmas, captain?«

»O, happy christmas, mister officer! Wenn Sie in meine Kajüte herunterkommen, dann werden Sie sehen, was für ein glückliches Weihnachten wir gehabt haben!«

»Haben Sie den Sturm gehabt?«

»Jawohl, den haben wir gehabt.«

»Poor captain. Wir haben hinter den Inseln gelegen.«

Da dachte ich bei mir: Ja, das haben wir auch gemerkt, wir haben keinen von euch gesehen.