»Ich möchte gern Ihre Papiere sehen, captain

Wie wir hinuntergehen (auch der zweite Offizier hatte mir ein »Frohes Weihnachten« in die Hand gedrückt), schnarrt die Platte los: »It is a long way to Tipperary.« Sie freuten sich und summten mit, denn Sympathieluft wehte ihnen entgegen. Es konnte jeder fühlen: Das Schiff ist gut.

Als sie in die Kajüte eintreten, müssen sie gebückt unter dem nassen Unterzeug hindurch, die »Mischung« macht sie hüsteln. Da stutzt der erste Offizier und sieht Jeanette.

»Your wife?«

»My wife, mister officer.«

Er ist ritterlich, geht auf sie zu mit den Worten: »Verzeihen Sie, daß ich Sie störe, aber wir haben unsere Pflicht zu tun,« worauf Jeanette das eingeübte hohe »All right« flötete. Darauf fallen seine Blicke auf die zerschlagenen Bullaugen und auf all die Nässe in der Kajüte, und er äußert: »Weiß der Himmel, Kapitän, was haben Sie für ein Wetter gehabt!« Worauf ich zu ihm sagte: »Ach, gucken Sie nicht dahin, Mister Officer, das kann mein Zimmermann wieder machen. Was mir aber Sorge macht, das sind meine nassen Papiere.«

»Na, na, Captain, daß Ihre Papiere nicht trocken sein können, wo hier das ganze Schiff eingeschlagen ist, das ist doch selbstverständlich!«

»Ja, für Sie vielleicht, aber wenn ein anderer kommt, der macht mich womöglich verantwortlich. Die Papiere sollen doch schließlich ebensolange halten wie das Schiff.«

»Dann haben Sie ja meine Bescheinigung,« beruhigte er mich, »seien Sie doch froh, daß Ihnen Ihr Schiff nicht ganz und gar zerschlagen ist.«

»Für die Bescheinigung wäre ich allerdings dankbar,« erwiderte ich.