»... musterte ich an Bord der ›Cäsarea‹ an.« (× Phylax Lüdicke.)
Freund Nauke kam mit. Die Reise ging wieder nach Australien, und zwar nach Melbourne mit einer Ladung Stückgüter. Der Kapitän war in vielem tüchtig, aber ein Genie an Knickrigkeit, und der Koch arbeitete in seinem Sinn und unterstützte ihn, indem er uns mangelhaft verpflegte. Der Schiffskoch heißt in der Schiffssprache »Smutje«, d. h. Schmierlappen.
Ich sitze eines Tages im Top auf der Bramrahe und denke an gar nichts, und Smutje hantiert in der Kombüse unten und pfeift das Lied: »Mein Herz, das ist ein Bienenhaus« so recht süß und selig vor sich hin. Da auf einmal werden zwei Arme sichtbar und zwischen ihnen ein Tablett. Was schiebt der Smutje denn da aus der Kombüse heraus auf das Dach? Ich traue meinen Augen nicht, ein ganzes Tablett voll Pfannkuchen.
Was? denk ich, Pannkauken auf hoher See, tausend Meilen ab vom Land, frisch und warm ...
Die schrien mich ja ordentlich an. Ich von oben herabgerutscht, rangeschlichen, die Pannkauken in die offene Brust gestopft ... was war das heiß, aber einerlei ... und wieder auf den Mast zu meinem Platz. Ich verbrannte mir das Fell, aber was tat das. Vierzehn Pannkauken, was ist das für ein Genuß.
Smutje flötet immer weiter. Na, du wirst schon merken, was dein Herz für ein Bienenhaus ist!
Nach einer Weile greift Smutje mit einem sicheren Griff herauf nach den inzwischen genügend gekühlten Kuchen, ganz vorsichtig, damit bloß kein Pfannkuchen herausfällt ... Man hört einen langen Durchreißerauspfiff und dann den erstickten Schrei: »Min Pannkauken ...«
Er geht auf das Kombüsenhaus, in der Meinung, daß sie vielleicht durch das Rollen des Schiffes aus dem Tablett gerutscht seien. Auch das nicht! So ein Spitzbubenpack, verdammtes!
Ich rufe von oben herunter: »Wer ist hier Spitzbubenpack?«
»Daß du dat nich west bist, Filax (so wurde ich an Bord genannt), dat könnt mi mine fief Sinn’n seggen.«