»Und du?«
»Nee!«
»Dat is ja puppenlustig! Wat is denn hier bloß los?«
Jetzt beginnt das Kombinieren.
Sonderbar, wenn man in die unteren Räume will, muß man erst durch einen Schrank kriechen, denn der Zugang zu den Räumen der nur deutsch sprechenden Mannschaft besteht aus geheimnisvollen Luken, welche auch einer gewissenhaften Untersuchung des Schiffes verborgen blieben. Um diese Luken für die Augen des Feindes noch mehr zu verschleiern, hatten wir sie in den Fußboden des Ölzeugschrankes, des Besenschrankes usw. geschnitten. Die Schränke wurden groß gewählt, damit im Notfall sich sechs bis sieben Menschen darin sammeln konnten, um gleichzeitig aus dem Schiffsraum hinauszutreten. Alles, was verdächtig war, die zwei alten Kanonen (mehr hatte man uns nicht zubilligen mögen) und das Kriegsmaterial war im Schiffsraum verstaut.
Die Neugierigsten gingen, als sie diese ersten Eindrücke von dem merkwürdigen Schiff gesammelt hatten, nach hinten zur Kajüte, um in Erfahrung zu bringen, für welchen Zweck das Schiff bestimmt wäre. Da wird ihnen zunächst der Befehl mitgeteilt: Anker lichten! Und hinaus geht’s durch die Nordsee in unser Versteck, hinter Amrum, hinter Sylt, die Norderaue rauf, wo uns kein Mensch sehen konnte und die Verbindung mit der Heimat gelöst war. Hier werden die letzten Vorbereitungen getroffen und den Leuten endlich mitgeteilt, welche Aufgabe unser Schiff hat. Die Holzladung wurde an Deck gestaut. Kunstgerecht schichteten wir sie in achttägiger Arbeit so, daß kein Einblick in das Schiffsinnere möglich war.
»... Die Holzladung war an Deck gepackt.«
Im Mast oben waren geheimnisvolle Türen, dahinter lagen im Hohlraum des Mastes Pistolen, Handgranaten und Gewehre, ebenso deutsche Marinemützen und -jacken. Die Türen gingen nach innen auf, hatten nach außen keine Angeln und konnten nur durch einen verborgenen Magnetdrücker geöffnet werden.