»Und wie haben Sie sich das Kostüm gedacht?«

Maria stieß Konstantin an, und er sagte zögernd:

»Ja, wir dachten, mit schwarzen Trikots. – Maria behauptet, sie hat auf etruskischen Vasen so etwas gesehen – schwarze Beine mit weißen Bändern umwunden –, und das gefällt ihr so.«

»Schwarze Trikots?« sagte Delius ganz entsetzt und dachte dann eine Weile mit steinernem Gesicht nach. Er mochte wohl im Geiste durch das alte Rom wandern.

»Ja, es wurden wohl bei Triumphzügen gefangene Äthiopier mitgeführt, aber die waren ganz schwarz, und ob es Hermaphroditen waren – –«

»Wir sind ja auch keine wirklichen,« meinte Konstantin. Und Susanna:

»Wir wollen nur etwas Verwirrung anrichten –«

»Schweig doch!« sagte Maria und warf ihr einen zornigen Blick zu. Aber Delius überhörte sichtlich alle Nebenbemerkungen und machte nun allerhand Vorschläge – ein kurzes weißes Obergewand und Kränze auf dem Kopf – nicht Efeu, sondern rotes Weinlaub, und durch die Kränze sei ein weißes Band zu schlingen – an dem herabfallenden Ende müsse ein symbolischer Tautropfen befestigt sein, – aus Glas natürlich. Er vertiefte sich in Einzelheiten: wie weit die Ärmel sein müßten und so weiter, und gab die Adresse eines Schneiders an, der diese Dinge ausgezeichnet verstehe. Nur zu den schwarzen Trikots schüttelte er nach wie vor den Kopf, aber Maria ließ sie sich nicht ausreden.

»Gedenken Sie auch als Hermaphrodit zu kommen, Herr Dame?« wandte er sich dann an mich.

Nein, ich war noch völlig unschlüssig, was ich wählen sollte. Er maß mich mit prüfendem Blick und fragte, ob ich musikalisch sei.