3. März
Gestern, als ich mittags nach Hause kam, fand ich einen Zettel von Susanna auf meinem Schreibtisch:
»Es gibt mich wieder – kommen Sie bald – S.«
Chamotte sitzt in seiner Kammer am Fenster und bläst die Hirtenflöte, – ich hab sie ihm geschenkt, weil er so viel Freude daran hatte.
Auch Chamotte ist melancholisch, – er macht immer meine Stimmungen mit.
Nachmittags gehe ich hinüber und finde Susanna und Maria allein, unten in dem großen Zimmer am Ofen. Sie scheinen beide ein wenig gedrückt, – draußen ist ein trübes, graues Wetter.
»Wie gut, daß Sie kommen,« sagt Maria, – »es ist heute so unheimlich – wir sind eben erst aufgestanden – und das ganze Haus ist leer – wir haben keine Ahnung, wo die anderen alle sind.«
Chamotte wird fortgeschickt, um Sekt zu holen, und sie ermunterten sich ein wenig.
»Warum sind Sie denn heute so deprimiert?«
»Ich weiß nicht, – es hat eigentlich gar keinen Sinn –« sagt Susanna.