Der Kaiser stand auf.

"Ich danke Ihnen, mein lieber Duvernois," sagte er, "Sie sind auch in diesem Punkte meinen Ideen begegnet—Sie werden sich überzeugen, daß ich diesen Ideen gemäß handeln werde und ich hoffe, daß Sie mich mit Ihrer so gewandten und scharfen Feder unterstützen werden.

"Ich wünsche und hoffe," fuhr er mit freundlichem Lächeln fort, indem er Duvernois auf die Schulter klopfte, "daß Sie mir dereinst noch näher treten und mir auf höherem und weiterem Gebiet zur Seite stehen werden."

Clément Duvernois verneigte sich tief und sprach mit dem Ausdruck stolzer Befriedigung:

"Wohin immer Eure Majestät mich zu stellen für gut befinden werden, meine ganze Hingebung, meine ganze Aufopferung und vor Allem meine ganze Aufrichtigkeit werden Ihnen immer gehören."

Er zog sich langsam zurück, verneigte sich an der Thür noch einmal tief vor dem Kaiser, der ihm mit freundlichem Kopfnicken zulächelte und verließ das Cabinet.

"Er hat Recht," sagte Napoleon, in seinen Lehnstuhl zurücksinkend—"er hat Recht; ich habe nicht mehr zu erkämpfen, sondern zu erhalten; ich darf das große Spiel nicht spielen, zu dem man mich drängen möchte und zu dem ich," sagte er mit düsterer Traurigkeit, "nicht mehr die Kraft in mir fühle."

Der Huissier öffnete die beiden Thürflügel und rief:

"Ihre Majestät die Kaiserin!"

Napoleon seufzte tief auf, erhob sich und ging seiner Gemahlin entgegen.