»Ich möchte Sie zu Pferde sehen«, sagte mir einmal Günther von Werfeld, einer meiner Freunde, ein junger Offizier. »Zu Pferde und auf der Jagd!«

»Warum?« fragte ich. »Sie meinen wohl, daß das Reitkleid mich kleiden müßte, weil es die kleine Figur streckt, und der Sitz zu Roß, weil er sie hebt?«

»Nicht an die Figur dachte ich. Ich dachte an Ihr Gesicht, zu Pferde, auf der Jagd, an dies Gesicht, wie es sein müßte, wenn Sie – jagen

Jagen, verfolgen, erlegen!

Ich hatte bisher nicht Gelegenheit, das wirklich auszuprobieren. Denn ich habe nicht Roß noch Jagd. Und nur die grünen Wälder meiner Phantasie.

Holla hopp! Vorwärts, hussa, hussa!

Hier ein paar Hasen, dort ein paar Enten, aufgescheucht wirbeln sie empor – Wildenten! –, und hier ein fliehendes Reh, vorwärts, hussa, hussa! Zur Strecke damit! Und da, was bricht da aus dem Gestrüpp? Ein Sechzehnender!

»Mädel, gehst du auf die Birsch, schieße nicht auf Hasen, aber kommt ein Edelhirsch –«, sang ich einst in der Operette.

Holla hopp! Ihm nach! Treibt mir nur alles zusammen – von allen Seiten, ihr Treiber, ihr Helfenden!