Der nicht fünf Takte zu singen vermag, ohne daß ihm »mit einem Finger« zumindest, die Melodie zur Begleitung mitgespielt wird?

Und der doch schier birst vor Musik in sich?

Was würde er beginnen? Wie sich helfen? Wie? Womit?

Er würde sich das Instrument, das ihm zur Melodie verhilft, schaffen, und gälte es, mit der Nasenspitze in die Klaviatur zu tupfen, oder etwa gar mit der – Feder zu musizieren.


Ein Lied klingt in mir. Soll ich's halten, – soll ich's verklingen lassen?

Einen Rhythmus, der dir durch die Seele klingt, nicht festzuhalten, ihm nicht nachzugehen, – eine Todsünde. Etwas will geboren werden, und du achtest es nicht?

Empfang.
 Königliche Gäste kommen!
Den Weg gekehrt
Und das Haus geblankt,
Die Pfosten umrankt
Und den Störern gewehrt!
Königliche Gäste kommen,
Die Botschaft hab' ich vernommen,
Du Bote sei mir bedankt!
 Verlassen lag mir das Haus,
Von ihnen gemieden,
Von ihnen geschieden.
Freudlos wohnt' ich im Haus.
Schatten kamen und Schatten gingen
Zu dumpfen Gespensterfesten,
Doch nach den Gästen, den Königsgästen,
Sah ich das Herze mir aus.
 Königliche Gäste kommen!
Die Botschaft hab' ich vernommen,
Dem Boten will ich es danken.
Um die Pfosten soll es sich ranken,
Festlich stehe das Haus!
Denn sie kommen, die Gäste, die lange mich mieden,
Von denen die Störer mich frevelnd geschieden, –
Meine blühenden, jungen Gedanken!

Du sagtest mir gestern, Johannes: »Es müßte einmal ein Dichter etwas schreiben, woraus man entnimmt, wie es in diesem Kessel aussieht, während er, – hier muß man es wohl anwenden, das verdächtige Wort, – schafft. Wie es in ihn hineinkam, in den Kessel oder den Dichter, wie es nun ist in ihm, wie es wird und wie es herausquillt – Tropfen für Tropfen.«